In ihrer Interview-Serie Inside Digital Leaders spricht Kristin van der Sande, Partner bei Odgers Berndtson, mit ausgewählten Persönlichkeiten aus der Digitalszene und zeigt dabei die Menschen hinter ihrer Leistung als CEO, Geschäftsführer oder Gründer.

Mit Robin Behlau, Gründer und Geschäftsführer von Aroundhome, spricht sie über seine ersten Gründungsversuche, die Bedeutung von Sparringspartnern und darüber, was Start-ups und Mittelstand voneinander lernen können.

Über Aroundhome

Mit 23 Jahren gründete Robin Behlau mit seinem Kindheitsfreund Mario Kohle die Firma, Käuferportal. Eine Onlineplattform, die Hausbesitzer mit regionalen Offline-Fachfirmen zusammenbringt. Trotz Finanzcrash zwei Jahre nach der Gründung überlebte das Start-up. Seitdem hat sich die Geschäftsidee erfolgreich weiterentwickelt. Inzwischen beschäftigt die Plattform 500 Mitarbeiter und ist der größte Vermittler für Produkte und Dienstleistungen für das Eigenheim im deutschen Netz. Seit 2018 firmiert das einstige Start-up unter dem Namen Aroundhome.

 

Die Highlights aus dem Video

Du hast in einem Interview gesagt, dass du in der Anfangszeit lernen musstest, mittelständisch zu denken. Was hast du damit gemeint?

Wir haben 2008 gegründet, also vor zehn Jahren, und wir haben unsere erste Finanzierungsrunde zugemacht – zwei Tage bevor Lehman Brothers damals zugemacht hat. Und dann gab es plötzlich kein Geld mehr. Damals war es aber noch üblich, so viel Geld auszugeben, wie wir wollen. Das haben wir dann auch ein paar Monate so gemacht. Und dann war das Geld ganz schnell alle.

Wir haben 3.000 Euro Umsatz im Monat gemacht. Wenn man 100.000 Euro ausgibt, dann hat man ein Problem. Und dann haben wir gedacht, das BWL-Studium muss sich auszahlen. Wir müssen mehr Umsatz machen als Kosten verursachen. Und das meine ich, wenn ich sage mittelständisch.

Was kann der Mittelstand vom Start-up lernen?

Ein großes Maß an Change zu akzeptieren. Dass die Mitarbeiter heute mal in die eine Richtung laufen, und wenn man feststellt, das ist nicht richtig, zu sagen, wir müssen etwas anderes machen. Und das sehr, sehr schnell zu wechseln. Das können, glaube ich, viele Mittelständler oder auch größere Unternehmen nicht.

Wenn man den Blick in die Politik wirft oder auch in andere Wirtschaftsetagen, wo die Doppelspitze vergleichsweise eher nur kurz gehalten hat, was war in diesen acht Jahren euer Erfolgsrezept?

Wir waren erst Freunde bevor wir Businesspartner geworden sind. Das ist häufig anders. Dadurch hatten wir ein sehr starkes Vertrauensverhältnis und konnten uns in der Zeit auch immer sehr ehrlich die Meinung sagen. Er würde dazu sagen: "Ältere Freundschaften haben jüngeren voraus, dass man sich schon viel verziehen hat." So ungefähr muss man sich das vorstellen.

Neugierig auf mehr? Robin Behlau erzählt im Video außerdem, wie man richtig gründet und aus Fehlern lernt. Und nicht zuletzt über die Vereinbarkeit von Job und Familie. Wir bedanken uns recht herzlich bei Robin Behlau für das Interview und wünschen Ihm noch alles Gute und viel Erfolg.

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Kristin van der Sande

Kristin van der Sande has been working for Odgers Berndtson since 2012 in the Industry Practices Consumer Products & Services as well as Business Services & Technology. Kristin places at top level...

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