Corona hat durch die beschleunigte Einführung digitaler Technologien die Zukunft vorangebracht

22 Mai 2020

Corona hat durch die beschleunigte Einführung digitaler Technologien die Zukunft vorangebracht

Der „Lockdown“ hat den digitalen Technologien einen sofortigen Aufschwung verschafft und lenkt die Aufmerksamkeit in der gesamten DACH-Region auf neue technologische Möglichkeiten.

Die Coronavirus-Pandemie wird ein Vermächtnis für den Technologiesektor hinterlassen, so sicher, wie sie auch im Bereich „Public Health“ einen tiefgreifenden Einfluss ausgeübt hat.

Als in den deutschsprachigen Märkten Europas der „Lockdown“ verhängt wurde, verdunkelten sich die Büros und die Unternehmen drängten darauf, das Home-Office für die Belegschaft realisierbar zu machen. Im Zentrum dieser Entwicklung stand ein beispielloser Anstieg der Nutzung von Videokonferenzen und der damit verbundenen Technologien, angetrieben von der Notwendigkeit der reibungslosen und effektiven Zusammenarbeit innerhalb der vorhandenen Teams – zum Wohle der Unternehmen und ihrer Kunden.

Untersuchungen von App Annie, einem globalen Anbieter von mobilen Marktdaten, ergaben, dass in Deutschland in der Woche ab dem 15. März 2020 die Downloads der Videokonferenz-App Zoom Cloud Meetings das 17-fache des durchschnittlichen Wochenniveaus von Q4 2019 erreichten. Auch andere professionelle Videokonferenz-Plattformen wie Google Meets und Microsoft Teams erlebten in der DACH-Region einen starken Anstieg der Downloads, ebenso wie die verbraucherorientierte Video-Chat-App Houseparty.

Das „erzwungene zuhause bleiben“ hat einen raschen und tiefgreifenden Wandel herbeigeführt. Verhaltensänderungen, deren Umsetzung sonst Jahre gedauert hätte, wurden auf wenige Wochen verdichtet.

Eine im März vom Digitalverband Bitkom durchgeführte Umfrage ergab, dass zwei Drittel der Deutschen digitale Technologien als hilfreich im Kampf gegen Corona ansehen und dass fast jeder fünfte Arbeitnehmer als direkte Folge der Pandemie zum ersten Mal aus dem Home-Office heraus arbeitet.

Herausforderungen der Cybersicherheit und die Umstellung auf virtuelle Veranstaltungen

Der Anstieg des Home-Offices hat die Cybersicherheit weiter in den Vordergrund gerückt, wobei Themen wie unerwünschtes „Zoombombing" Schlagzeilen machten und Besorgnis erregten. Darüber hinaus kam ein Bericht über die Datenschutzrichtlinien von Videokonferenzdiensten der in Wien ansässigen NYOB, einer gemeinnützigen Organisation, die sich für digitale Rechte und Datensicherheit einsetzt, zu dem Schluss, dass die Anbieter daran arbeiten müssen, ihren Informationspflichten gemäß DSGVO nachzukommen.

Zahlreiche große Live-Veranstaltungen wurden aufgrund der Pandemie natürlich abgesagt oder umstrukturiert, darunter die riesige IFA 2020 in Berlin, die im vergangenen Jahr über 238.000 Besucher anzog. Es ist geplant, im September eine virtuelle Version der Messe zu veranstalten.

Eine große Frage für die Branche ist, wie viele Veranstaltungen zu einem Live-Format zurückkehren, wenn die Beschränkungen für Massenversammlungen aufgehoben werden, und wie viele bei der Umstellung auf virtuelle Veranstaltungen bleiben werden. Oder ob sich viele für ein „halfway house" entscheiden werden, bei dem ein größerer Anteil virtueller Inhalte zu den persönlichen Elementen einer Veranstaltung hinzugefügt wird? Es liegt auf der Hand, dass riesige Möglichkeiten bestehen, digitale Lösungen zu entwickeln, die Menschen zusammenbringen oder Produkte optimal zur Geltung bringen.

Wachstum von RPA, der Cloud und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit

Angesichts des härteren Wirtschaftsklimas, das durch die Corona-Krise verursacht wurde, stehen viele Unternehmen unter erheblichem Druck, Kosten zu senken und ihre Effizienz zu steigern. Diese Situation wird das Wachstum von Software der robotergesteuerten Prozessautomatisierung (RPA) vorantreiben, da sie repetitive manuelle Aufgaben ersetzt, die früher von menschlichen Arbeitskräften ausgeführt wurden, beispielsweise bei der Dateneingabe, der Rechnungsverarbeitung, der Gehaltsabrechnung und der Ausführung von Kundenaufträgen.

Der zunehmende Einsatz von RPA- und anderen KI-Technologien wird in der gesamten DACH-Region neue Möglichkeiten für Entwickler / „Solution Architects“ mit Fachkenntnissen auf diesem Gebiet schaffen. Auf strategischer Ebene werden die CIOs ein Gleichgewicht zwischen Kosteneinsparungen und Investitionen in IT-Leistung und -Sicherheit finden müssen, um künftiges Wachstum zu erzielen.

Der Übergang zum „Cloud Computing“ wird sich fortsetzen, da die Unternehmen bestrebt sind, agiler und anpassungsfähiger zu werden. Viele Technologieunternehmen werden von den Umstrukturierungs- und Geschäftsumwandlungsinitiativen großer Unternehmenskunden profitieren.

Außerdem ist man sich bewusst, dass der Aufbau von Beziehungen zu europäischen Technologie-Startups für bestimmte Organisationen ein kluger Schachzug sein kann. In einem kürzlich erschienenen Artikel des Handelsblatts wurde argumentiert, dass es für die Industrie in der DACH-Region wichtiger denn je sei, die Zusammenarbeit mit Start-ups zu intensivieren. In diesem Sinne wurde im März 2020 eine neue Plattform Startups Against Corona mit Sitz in Deutschland ins Leben gerufen, die Unternehmen dabei helfen soll, Start-up-Lösungen für Probleme im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie zu finden.

Jenseits von Corona wird die Zukunft immer digitaler werden. Wenn Sie Ihre technologische Karriere oder die Führungsanforderungen Ihrer Organisation mit uns besprechen möchten, zögern Sie bitte nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen.